"Eine Familienaufstellung (auch Familienstellen) ist eine Methode der systemischen Therapie, bei der ein Klient Stellvertreter für seine Familienmitglieder wählt und diese im Raum positioniert, um ein bestehendes Familiensystem und dessen komplexe Beziehungen und Dynamiken zu visualisieren."
Dank dieser Methode ist es möglich, Konflikte, die uns zusetzen, aber auch körperliche Beschwerden mithilfe von Stellvertretern sichtbar zu machen. Mitunter reichen die Wurzeln mehrere Generationen zurück, haben ihren Ursprung vor Jahrzehnten und wurden von dir (und vielleicht auch schon von deinen Eltern oder sogar auch Großeltern) übernommen. Wem dies noch nicht geläufig ist - es gibt sehr informative Bücher oder Artikel zum Stichwort "Transgenerationale Traumata."
Wir alle möchten zu unserem System dazugehören und deshalb übernehmen wir manchmal Glaubenssätze oder tragen sogar schwere seelische Lasten für andere Mitglieder unserer Familie - ganz unbewusst und immer aus Liebe.
Das Wesentliche am Aufstellen ist die "Draufsicht", das Bild, das sich ergibt. Das Sichtbarmachen des Ursprungs unseres Themas. Manchmal ist dieses Bild nicht das, was wir erwartet oder erwünscht hätten. Manchmal endet eine Aufstellung an einem Punkt, an dem man sagt: "Es braucht noch Zeit!"
Eine Aufstellung bietet sich für dich an, wenn du
- dasselbe Thema oder Problem immer wiederkehrend im Leben hast (ganz gleich, ob in Liebesdingen, im Kontakt zur Verwandtschaft, beruflich oder körperlich)
- seelisch stabil bist (es ersetzt keine psychologische oder psychiatrische Behandlung)
- dich mit deinen Themen und deren möglichen Bezug zu deinem Familiensystem auseinandersetzen möchtest
- erwartungsfrei an die Sache herangehst
- Veränderungen, die sich im Anschluss ergeben können, positiv gegenüber stehst (es ist nicht immer leicht, etwas zu ändern oder gar herzugeben, das uns ein Leben lang begleitet hat, ganz egal, wie schwer es auch gewesen sein mag - es bleibt ja vertraut)
Was du im Vorfeld über dein System herausfinden solltest (falls möglich)
- gab es frühe Tode, zB durch Unfall, Suizid, Mord
- gab es Kinder, die es nicht ins Leben geschafft haben (plötzlicher Kindstod, Abtreibung, Fehl- oder Totgeburt) oder weggegeben wurden
- gab es schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs, Tuberkulose, etc, aber auch Schizophrenie, Depression, usw.
- gab es Familienmitglieder, die irgendwie ausgeschlossen waren, über die man nicht sprach
- gab es Kriminalität
- gab es frühere Verlobte oder Ehepartner
- gab es Homosexualität, die möglicherweise nicht akzeptiert war
- gab es Familienmitglieder, die im Krieg waren (und hier evt zu Tätern oder Opfern wurden)
- gab es Missbrauch oder Gewalt?
Prinzipiell ist es wichtig, schwerwiegende Ereignisse festzuhalten.
Das Aufzeichnen eines Genogramms, eines Familienstammbaums, hat sich hierbei als hilfreich erwiesen.
Über mich:
Nachdem ich jahrelang den Nebel in meiner eigenen Seele durch Aufstellungen lichten durfte, habe ich eine Weiterbildung in transgenerationalen Traumata, Schwerpunkt Aufstellung sowie eine systemische Coaching Ausbildung und eine Ausbildung zur systemischen Familienaufstellerin gemacht.
Ich habe in ungefähr 200 Aufstellung stellvertreten dürfen und biete seit 2,5 Jahren regelmäßig selbst Aufstellungen an, die ich begleite.
Termine:
Die nächsten Aufstellungstage finden am Samstag, 05.09.2026 und Samtag, 28.11.2026 von 12 bis 16 Uhr statt im
Pfarrheim St. Laurentius
Niederkrüchten - Elmpt,
Laurentiusstr.13
(Gegenüber vom Rathaus, Parkmöglichkeit direkt davor)
Die Kosten betragen 20 Euro für Teilnehmer, die stellvertreten und 120 Euro für Teilnehmer, die ein Anliegen bearbeiten möchten. Für Paare mit Anliegen belaufen sich die Kosten bei 200 Euro.
Anmeldung unter:
Carolin Sandner,
Praxis Sprachraum,
02163 9893625
"Carolin sorgte dafür, dass ich mich in jedem Moment mit allen Emotionen sicher und wohl fühlen konnte. Ihr Feingefühl und ihre Unerschrockenheit über alle menschlichen Beziehungsformen, die in Familien vorkommen, war beeindruckend. Mir geht es deutlich besser und ich denke gerne an die Aufstellung zurück." S. , Teilnehmerin
"Es ist beeindruckend, wie Carolin in schwierigen Situationen Ruhe und Zuversicht vermittelt. Ich fühlte mich in meiner Aufstellung gut aufgehoben und sie wirkt auch jetzt, Monate später, noch nach. Dank der Aufstellung hat sich die Kommunikation mit meinen Kindern positiv verändert. Dafür bin ich unglaublich dankbar." V., Teilnehmerin